Der Begriff kommt aus dem Radsport und tauchte dort um 2010 das erste Mal auf. Marginal Gains bzw. kleine Schritte zum Erfolg brachten schließlich das Sky-Team und Bradley Wiggins den Tour de France Sieg. (kleine Verbesserungen am Material, der Sitzposition, der Ernährung, der Regeneration, des Trainings, der Taktik usw.)
Natürlich lässt sich diese Strategie, viele kleine Verbesserungen ergeben das große Ganze, auch in der Politik und für uns besonders interessant, in der Lokalpolitik verwenden.
- bei komplexen Problemen: da kann man nicht mit einem großen Schritt daherkommen. An vielen Rädchen ist zu drehen.
- Momentan bei begrenzten Ressourcen: viele kleine Einsparungen oder aufgeteiltes Arbeiten sind das Ziel.
- Eine langfristige bzw. nachhaltige Stadtentwicklung lebt sowieso von Marginal Gains, den großen, totalen Wurf gibt es da nicht.
Was könnte das für die politische Arbeit bedeuten?
Man könnte versuchen, für die Bürger Marginal Gains zu erreichen und das entsprechend vor allem auf digitaler Ebene präsentieren. Die Verringerung der Parkgebühr war so ein Schritt, ein Stadtplatz „mit Ambiente“ wäre ein höchst notwendiger nächster. Frage: kann mit die Aufstellung der Marktstände Mittwoch und Samstags verbessern bzw. verstärkt bewerben? Über eine erhöhte Frequenz hätte die Wirtschaft sicherlich nicht nur Marginale Gains. Bahnhofsparkplatz ist der nächste Gain, der anzupeilen ist. Generationen, Kultur und Spielplätze bieten sich als Zielbereiche sein.
Die Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger in Entscheidungsprozesse könnte eine Strategie sein, rascher Marginal Gains zu erreichen. Vielleicht hilft auch die Zusammenarbeit mit anderen Kommunen und Organisationen (Vöckla-Ager?)
Schwierige Fragen, aber nicht jeder Lösung entzogen
by maximilian lötsch
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